Vitamine

Vitamine sind lebensnotwendige Stoffe, die schon in Spuren außerordentlich wirksam
sind. Deshalb ist nicht nur ein Mangel nachteilig, auch eine maßlos übertriebene
Zufuhr durch Vitaminprodukte kann unerwartete Nebenwirkungen zeigen.
Obwohl in Deutschland kein Vitaminmangel herrscht, der nicht durch eine vernünftige
Ernährung ohne weiteres ausgeglichen werden könnte, dürfen die meisten Vitamine
(bis auf Vitamin A und D) in beinahe beliebiger Menge zugesetzt werden.


Provitamin A (Carotin)

Der Körper wandelt Carotin in Vitamin A um. Eine erhöhte Zufuhr ist jedoch, außer
bei Schwangeren, unproblematisch, da nicht mehr Vitamin A gebildet wird als
erforderlich ist. Im übrigen siehe unter Farbstoffe E 160a-f.

Vitamin B 1

Eine überhöhte Aufnahme kann Nervosität und Kopfschmerzen zur Folge haben.

Vitamin B 2

Gilt auch in hoher Dosierung in Europa als unbedenklich. Sollte nicht bei Reisen
in Malariagebiete eingenommen werden, da es Malariainfektionen begünstigt.

Vitamin B 6

Bei Megadosen traten beim Menschen Bewegungsstörungen, Taubheitsgefühl in den
Gliedmaßen und psychische Beschwerden auf. Daneben liegen Beobachtungen vor,
denen zufolge der Verzehr von Vitamin-B6-Präparaten bei Schwangeren
conterganähnliche Mißbildungen verursacht haben soll.

Vitamin B 12

Bei ‹berkonsum nur geringe Nebenwirkungen bekannt. Eine Förderung der
Thromboseneigung wird diskutiert.

Niacin

Niacin-Vergiftungen durch unsachgemäß vitaminierte Lebensmittel sind dokumentiert.
Die Symptome waren vor allem Gelbsucht, schwere Leberschäden und Hautausschläge
mit brennenden Rötungen.

Vitamin C

Bewertung siehe unter Antioxidantien (E 300).

Vitamin E

Bewertung siehe unter Antioxidantien (E 306 - E 309).